Tiemann schafft 100 Prozent
07. Juni 2010 0 KommentareStader Tageblatt 07.06.2010
Tiemann schafft 100 Prozent
Die Vorsitzende des Unterbezirks der SPD wird einstimmig im Amt bestätigt - Auszeichnung für Wetzel
LANDKREIS. Der Unterbezirk der SPD im Landkreis Stade hat seine Vorsitzende Petra Tiemann mit einem eindrucksvollen Votum im Amt bestätigt. Die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete aus der Samtgemeinde Fredenbeck bekam alle Stimmen der anwesenden Delegierten des Parteitags im Hollerner Hof in Hollern-Twielenfleth.
In geheimer Abstimmung bekam Tiemann bei ihrer Wiederwahl die Stimmen aller 65 stimmberechtigten SPD-Mitglieder.
Einer der ersten Gratulanten war der vor einer Woche gewählte neue Landesvorsitzende Olaf Lies. 100 Prozent - da war Petra Tiemann einen kurzen Augenblick lang sprach- und fassungslos. Mit Tränen in den Augen bedankte sie sich bei den Delegierten. "Das ist eine schöne Bestätigung meiner Arbeit", sagte Tiemann. Für sie beginnt jetzt die zweite Amtszeit als Chefin der SPD im Landkreis Stade. Von den in Hollern-Twielenfleth anwesenden SPD-Vertretern konnte sich im übrigen niemand daran erinnern, dass es für einen Unterbezirksvorsitzenden schon einmal eine Zustimmung von 100 Prozent gegeben hat. "Normalerweise wird das Ergebnis beim zweiten Mal schlechter, weil man in seiner Amtszeit Leuten auf die Füßen getreten ist", sagte Tiemann.
Stellvertretende Vorsitzende wurden Dr. Sven Munke aus Horneburg mit 55 Stimmen und Annika Protze mit 59 Stimmen. Als Finanzverantwortlicher schaffte es Ernst Tilsner ebenfalls, alle 65 Stimmen auf sich zu vereinen. Schriftführerin Birgit Wilgorski bekam 58-mal das Ja. Es war aber nicht nur das Traumergebnis für Petra Tiemann, das den Parteitag im Alten Land aus Sicht der SPD zu einer gelungenen Veranstaltung machte.
Der neue Landesvorsitzende Olaf Lies hatte sich zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche auf den Weg nach Stade gemacht und mit seiner Rede durchaus so etwas wie Begeisterung und Aufbruchstimmung vermittelt. "2013 soll es in Niedersachsen wieder eine sozialdemokratische Regierung geben", sagte Lies. Die SPD habe es derzeit mit Blick auf die Rücktritte des Bundespräsidenten Horst Köhler, der Art der Nominierung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff zum Kandidaten von Union und FDP und dem angekündigten Rücktritt von Roland Koch relativ einfach, Punkte zu sammeln. Hinzu kommt die über die Parteigrenzen hinweg gelobte Nominierung von Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten von Rot-Grün. "Merkel schaltet alle ihre Stellvertreter aus. Wulff hinterlässt einen Scherbenhaufen", stellte Lies fest. Für den Fall, dass Wulff in der Bundesversammlung scheitern sollte, sah der SPD-Landeschef auch das Ende der Regierung Merkel voraus.
SPD-Chefin Petra Tiemann war mit dem Parteitag auch deshalb zufrieden, weil es aus ihrer Sicht eine gute politische Diskussion zu vielen Themenfeldern gab. "Die SPD ist eine lebendige Partei", sagte sie. Den Schwung will sie nutzen, um im September das Projekt Kommunalwahl zu starten. Ziel sei es, besonders in den ländlichen Regionen stärker zu werden.
Während des Unterbezirksparteitags gab es außerdem eine seltene Ehrung für die ehemalige Bundestagsabgeordnete Margrit Wetzel. Sie wurde von Petra Tiemann und Olaf Lies mit der Willy-Brandt-Medaille geehrt. Das ist die höchste Auszeichnung, die die SPD an ihre Mitglieder vergibt. (kw)
07.06.2010
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.



















